Die Galerie

Andreas Graf von Baudissin

Oder: Warum ich mache, was ich mache.

Meine Galerie entstand zum einen aus einer Notwendigkeit und zum anderen aus einer göttlichen Eingebung.

Ich möchte Sie nicht mit meiner Vorgeschichte langweilen. Es geht nicht um mich, sondern um die Kunst und die Künstler, die ich hier vertrete und vermittle. Nur kurz: Ich habe mein Leben lang immer etwas „mit Kunst gemacht“. Ich komme aus einer „künstlerisch vorbelasteten“ Familie. Sowohl mütterliche wie väterliche Vorfahren waren stets in gewisser Weise kreativ tätig. Mein Großvater war zum Beispiel Druckermeister und übte die „schwarze Kunst“ aus. Schriftsteller und Maler gaben sich bei meinen Vorfahren die Klinke in die Hand.

Ich selbst wollte in den 1980ern Jahren Kunst studieren, habe mich dann aber doch bewusst für ein Grafikdesign-Studium entschieden, da mein damaliges Vorbild, Andy Warhol, ja auch erst Gebrauchsgrafiker war. So ergab das alles für mich einen Sinn. Es folgten Jahre, in denen ich mich mit den unterschiedlichsten Medien befasste, so u.a. Happening, Videokunst, Fotografie und vor allem die Geschichte der Fotografie sowie Pop Art und Fluxus. Schlussendlich fand ich gegen Ende des vorigen Jahrhunderts für mich selbst zur Illustration, Druckgrafik und Plakatkunst.

Kunst ist Leben und Leben ist Kunst.

Wolf Vostell sagte dies und ich schließe mich ihm an. Nun, die Notwendigkeit einer eigenen Galerie ergab sich daraus, dass ich im Laufe meiner eigenen künstlerischen Tätigkeit selbstverständlich auch vielen anderen Künstlern, ob bekannt oder weniger bekannt, begegnet bin. Mit einigen bin ich heute noch befreundet, mit anderen nicht. Ausstellen würde ich aber nicht nur Freunde, denn auch der Antagonist kann interessant sein.

Jedenfalls aus deren Erfahrungen und Berichten, vor allem dass viele Galeristinnen und Galeristen mittlerweile unverschämte Provisionen verlangen und aus technokratisch-wirtschaftlichem und leider oft sehr elitären Denkens heraus sehr vielen Kunstschaffenden die Türen mit Hochnäsigkeit verschließen, sah ich Handlungsbedarf. Aller guten Dinge sind 3: Nachdem ich selbst dreimal von einer Galerie immer wieder vertröstet wurde, indem man etablierten Renommierpferden und „guten Freunden beim Glas Wein“ den Vorzug gab, reifte der Gedanke. Plötzlich eines Tages hatte ich das Konzept wie eine Eingebung von Gott im Kopf. Für mich selbst war ich schon längst Kunsthändler. Ich vertrieb meine Arbeiten über einen eigenen Online-Shop mit guter Reichweite und organisierte meine eigenen Werkschauen. Warum dieses Prinzip der Galerie im virtuellen Raum nicht für andere Kunstschaffende ausweiten? Manche Künstler wollen sich lieber mit dem kreativen Prozess – mit der Kunst an sich – auseinandersetzen, als sich zudem noch mit der Vermarktung und Repräsentation, der leidlichen „Ausstellungsmacherei“, wie es ein Künstlerfreund von mir nennt, auseinanderzusetzen; manche Künstler sind schlichtweg mit den technischen Voraussetzungen überfordert. Hier möchte ich ansetzen und helfen. Denn:

Wir sind mehr als nur eine Galerie. Wir sind die Galerie in der Galerie.

Meine Galerie bieten Künstlern vielerlei Möglichkeiten. Neben der traditionellen Kuration und Vertretung gibt es das Angebot eigene Online-Galerien zu erstellen. Die Präsentation der Werke ist kostenfrei, lediglich bei einem Verkauf erlauben wir (meine Galerie) uns eine faire Provision zu berechnen. Darüber hinaus erstellen wir individuell gestalte Online-Künstler-Portfolios, also Webdesigns, für unsere Kunden. In ihrem Namen, mit ihrer Domain, in ihrem Auftrag. Den Umfang bestimmt der Künstler, weswegen wir hier keine „Paketpreise“ anbieten, sondern individuelle virtuelle Maßbekleidung. Hinzu kommt unsere Hilfestellung in den Bereichen Social Media und digitaler Trends wie z.B. NFT (Non-Fungible Token) und, und… der Möglichkeiten gibt es viele.

Hätten Sie zum Schluss gern etwas Philosophisches?

Gibt es einen Leitsatz? Ja, den gibt es. Ich versuche mich an dem klassischen Ideal des Wahren, Schönen und Guten zu orientieren. Das geht ursächlich auf Sokrates bzw. auf dessen Schüler Platon zurück. Oft kolportiert und der Kunst nur um der Kunst willen manchmal zum Untertan geworden. Wir wissen: Kunst kann gut oder böse sein. Polarisieren, spalten und zusammenfügen. Sie ist mal politisch, mal ist sie es nicht, geschmäcklerisch, dekorativ, hässlich, laut, leise, kitschig, seriös, freudig und depressiv usw. Kunst ist mal Freund und ist mal Feind. Kunst ist Leben und Leben ist Kunst (Wolf Vostell).

In diesem Sinne
Andreas Graf von Baudissin

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